Sind Sie wohl in Ihrer Haut oder fahren Sie ab und zu aus der Haut? Haben Sie so viel um die Ohren, dass Sie es nicht mehr hören können? Haben Sie die Nase voll oder kriegen Sie schnell kalte Füsse? Liegt Ihnen etwas schwer auf dem Magen? Geht es Ihnen eher an die Nieren? Nicht, dass Ihnen meine Meinung in den falschen Hals kommt – bevor Sie sich den Kopf zerbrechen:

Wenden Sie sich an eine Naturheilpraktikerin, die Ihnen mit offenen Ohren auf den Zahn fühlt…

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Mir liegt die ganzheitliche Naturheilkunde sehr am Herzen.
Die TEN ist ein holistisches Medizinsystem, das sich in seiner Denk- und Arbeitsweise grundlegend von der Schulmedizin unterscheidet. Ob wir von der Viersäftelehre, Humoralmedizin, Temperaments- oder Konstitutionslehre reden, die Denkbasis ist ein darunterliegendes Prinzip, eine nicht auf die Materie bezogene Arbeitsgrundlage und ein Modell. Im Wesentlichen geht es darum, Regulationsmechanismen mit Hilfe naturheilkundlicher Praktiken zu stärken.

Viele Bezeichnungen finden sich sowohl in der Naturheilkunde wie auch in der Universitätsmedizin. Gleiche oder ähnliche Begriffe müssen daher präzise unterschieden werden, weil die Vermischungen zu Verwirrungen führen. Die meisten Leute kennen TCM (Trad. Chinesische Medizin); Yin und Yang scheinen so geläufig wie die Tatsache, dass die Meridiane Prinzipien darstellen und keine realen „Bahnen“ in unserem Körper bezeichnen. In unserer Medizinkultur finden wir ebenfalls ein Yin und Yang-Prinzip, die Bezeichnungen dazu sind Feuchtigkeit und Wärme.

„Überbleibsel“ unseres Medizinsystems sind teilweise noch in der Umgangssprache erhalten, wie z.B. jemand ist cholerisch veranlagt, ein richtiger Hitzkopf, der sich schnell und heftig ärgern kann. Ein Beispiel: beim Wort Galle denken wir an unsern Gallensaft in der Gallenblase, wir haben eine körperliche Vorstellung. In der TEN haben wir den Choleriker als Temperament, sein Saft ist die gelbe Galle. Der Choleriker gehört zum Element Feuer und seine Qualitäten sind warm und trocken. Spätestens jetzt haben wir eine Konfusion: den Choleriker als Hitzkopf zu bezeichnen ist nachvollziehbar. Die Galle ist warm und trocken? Warm können wir noch einordnen, trocken? Gallenflüssigkeit ist flüssig, doch nicht trocken.

Was nun? Jetzt müssen wir die Begriffe klar definieren. Nicht als Wort, das verstehen wir. Die TEN-Definitionen sind allesamt Wirkprinzipien und Reaktionsmuster, also nicht materiell, sondern als energetisches Denkmodell. Keine TEN-kundige Person glaubt, dass die Galle trocken ist, sondern das Qualitätsprinzip ist trocken. Das Modell definiert das Lebensprinzip als warm und feucht (wie Yang und Yin). Wärme meint das Prinzip der Aktivität, Prozesse der Bewegung, die Fähigkeit der Regulation und der Anpassung. Die Feuchtigkeit gibt Substanz, erhält und ernährt das Gewebe, gibt Struktur und stellt die Reserveenergie zur Verfügung. Als Bild können wir uns eine Kerze vorstellen: Der Wachs ist das Feuchtigkeitsprinzip, die Flamme das Wärmeprinzip, das aus der gespeicherten Energie aktiv, also wärmend wird. Übersetze ich nun die trockene und warme Galle des Cholerikers in die TEN-Sprache, heisst dies, dass dieser Mensch aktiv ist und eine hohe Regulations- und Anpassungsfähigkeit hat. Im Verhältnis hat er jedoch wenig Substanz und Reserveenergie. In Bezug auf das Bild der Kerze: eine grosse Flamme und wenig Wachs.

Es wird verständlich, dass diese Arbeitsgrundlage nicht mit der gängigen Schulmedizin verglichen werden kann. Der Mensch wird als Ganzes wahrgenommen und dieser als ein Teil der Natur. Seine Individualität ist in der TEN von grosser Wichtigkeit.

Möchten Sie mehr über diese Methode wissen? Als einführende Literatur eignet sich zum Beispiel das Buch von Patrick Seiz und Thomas Moser „Humoralmedizin – Grundlagen und Einsatz“ ISBN 978-3-929338-74-4

Ich gebe Ihnen gerne persönlich Auskunft über die Möglichkeiten der TEN.